„Werte Fahrgäste, bitte achten Sie auf den Abstand zwischen Zug und Bahnsteigkante!“  - 

diesen Satz kennen Sie bestimmt, wenn Sie mit dem öffentlichen Verkehr fahren.

 Am Weltfrauentag 2025 in Wiesbaden geht es auch um Lücken – und zwar um Gender Gaps, ein Begriff, der die geschlechtsspezifische Ungleichstellung bezeichnet.

Die bekannteste unter diesen Diskrepanzen ist die Gender Pay Gap – zu Deutsch“ geschlechtliche  Lohnlücke“ –, die beschreibt, dass Männer nach wie vor in vielen Berufszweigen deutlich mehr verdienen als Frauen, und die belegt, dass wir beim Thema Gleichberechtigung noch längst nicht am Ziel sind.

Auch in anderen Lebensbereichen finden sich signifikante Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern: In die Sorgearbeit beispielsweise investieren Frauen nach wie vor deutlich mehr Zeit als Männer, was als Gender Care Gap bekannt ist. Im Hinblick auf diese geschlechterspezifischen Lücken verstärken viele weitere Merkmale,  wie zum Beispiel Migrationserfahrungen, sozioökonomischer Hintergrund oder sexuelle Orientierung,  eine Rolle.

Viel weniger bekannte Gaps,  unter anderem der Gender Data Gap, der Gender Citation Gap oder der Political Participation Gap werden im Zeitalter der Digitalisierung, an der Frauen sich nicht gleichberechtigt beteiligen können, weiter vergrößert. Frauen sind besonders in der KI-Entwicklung unterrepräsentiert, bedingt durch Sexismus und Diskriminierung. Diese Ungleichheit führt dazu, dass KI-Systeme dazu neigen, nicht-gendersensibel zu sein, was die Benachteiligung und Diskriminierung von Frauen auch für die Zukunft fördert.

Im Arbeitskreis Frauen- und Mädchenpolitik sind verschiedene Einrichtungen vertreten, die die unterschiedlichen Gaps tagtäglich bekämpfen und damit einen großen Beitrag zur Gendergleichstellung in der Wiesbadener Gesellschaft leisten.

Am Weltfrauentag möchten wir verschiedene Gender Gaps aufgreifen, Dimensionen von Diskriminierung darstellen sowie darauf eingehen, was wir tun können, um die Lücken zu schließen. In Anbetracht der Haushaltskürzungen, die viele "lückenschließende" Projekte betreffen, des Aufstiegs des Rechtspopulismus sowie dadurch entstehende Trends in Bezug auf Frauenbilder sehen wir unsere Gesellschaft in Gefahr. 

 Wir fordern die Politik, die Gesellschaft und Sie auf, auf die Lücken zu achten und Ihren Beitrag zur Schließung der Lücken zu leisten! 

Veranstalterinnen

AK Frauen- und Mädchenpolitik Wiesbaden

Frauen- und Mädcheneinrichtungen:

Aidshilfe Wiesbaden e. V.

AWO Wiesbaden e. V. - Frauenhaus Nurdan-Eker und Beratungsstelle für Frauen BerufsWege für Frauen e. V.

CASA e.V. - Centrum für aktivierende Stadtteilarbeit

Frauengesundheitszentrum SIRONA e. V.

Frauenhaus - Regionale Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus

Frauen helfen Frauen e. V.

frauen museum wiesbaden

frauen-kommunikations-zentrum KOMZ e. V.

Gesellschaft für Kinder- und Frauenrechte gegen Gewalt gUG 

IB Südwest gGmbH, Hessen Mitte, Jugend-Migrations-Dienst 

INTAKT die Mädchenzuflucht

Jugendzentrum Georg-Buch-Haus

Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentrum Biebrich

Kinder- und Beratungszentrum Sauerland (KBS)

Kinder- und Jugendzentrum in der Reduit

Kommunales Frauenreferat der Landeshauptstadt Wiesbaden 

MAK - Mädchenarbeitskreis der Landeshauptstadt Wiesbaden 

Mädchentreff Wiesbaden e. V.

pro familia Beratungsstelle Wiesbaden

Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Wiesbaden

Stadtteilzentrum Biebrich / Demokratie Leben in Wiesbaden

wif e.V. - Begegnung & Beratung

Wildwasser Wiesbaden e. V. - Fachberatungsstelle gegen sexuelle Gewalt 

ZORA Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen* und junge Frauen*

Schlagworte: Weltfrauentag Wiesbaden, Internationaler Frauentag Wiesbaden, Feministischer Kampftag Wiesbaden